Sonntag, 17. Dezember 2017

Gelesen: Briefe vom Weihnachtsmann

Briefe vom Weihnachtsmann - J.R.R. Tolkien
Herausgegeben von Baillie Tolkien
Klett-Cotta/Hobbit Presse
ISBN 978-3-608-96036-5

Warum dieses Buch? Damit bin ich vergangenes Jahr einer Empfehlung gefolgt, hatte es auch gleich gelesen und fand es ganz bezaubernd.

Jetzt, zur Weihnachtszeit, habe ich es wieder vorgeholt.

Klappentext:

"Jedes Jahr im Dezember kam für die Kinder Tolkiens ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol an. Darin war jeweils ein Brief in seltsam krakeliger Handschrift und eine wunderschöne farbige Zeichnung. Die Briefe vom Weihnachtsmann erzählen phantastische Geschichten vom Leben am Nordpol:

Wie es dazu kam, dass alle Rentiere ausbrachen und die Weihnachtsgeschenke rundum verstreuten;

wie der Polarbär, der alte Unglücksrabe, den Nordpol erklomm und durch das Dach mitten ins Esszimmer des Weihnachtsmannes stürzte;

wie er den Mond in vier Stücke zerbrach und wie deshalb der Mann im Mond in den Garten hinterm Haus fiel;

wie man sich mit der lästigen Koboldhorde bekriegen musste, die in den Gewölben unter dem Haus lebte.

Von der ersten Nachricht an Tolkiens ältesten Sohn im Jahr 1920 bis zum letzten rührenden Brief von 1943 an seine Tochter enthält dieses bezaubernde Buch alle Briefe und Zeichnungen."

Die Briefe erzählen kindgerecht altersangepasst lustige Begebenheiten vom Nordpol, sie sind inklusive einiger Rechtschreibfehler des Polarbären liebevoll aus dem Englischen übersetzt, häufig findet sich eine Abbildung des Originalbriefes.

Das Buch hat aber eine zweite Ebene. Es ist ein Zeitdokument, insbesondere was die Kriegs- und Nachkriegszeit betrifft, denn der Weihnachtsmann erklärt sehr verständlich, warum die Geschenke etwas kleiner ausfallen und manche Kinder hungern müssen.

Man muss es nicht in einem Rutsch lesen, obwohl man es selbstverständlich gerne kann. Mir macht es Freude, es immer mal wieder zur Hand zu nehmen und ein, zwei Briefe zu lesen, auch die Abdrucke der Originale länger zu betrachten.

Ich möchte hier keinen Brief zitieren und nehme lieber die Einleitung:

Für die Kinder von J.R.R. Tolkien war der Weihnachtsmann nicht nur deshalb so besonders wichtig und aufregend, weil er ihnen Heiligabend immer die Strümpfe mit Gaben füllte - er schrieb ihnen auch jedes Jahr einen Brief.
Darin erzählte er ihnen mit Worten und Bildern von seinem Haus und seinen Freunden und von all den lustigen oder aufregenden Dingen, die sich am Nordpol ereigneten. Der erste dieser Briefe kam 1920, als John, der Älteste, drei Jahre alt war, und dann folgten im Lauf von zwanzig Jahren, während der ganzen Kinderzeit auch der drei jüngeren Geschwister Michael, Christopher und Priscilla, weitere Briefe regelmäßig zu jedem Weihnachtsfest. Manchmal fand sich der schneebestäubte Umschlag, der die Marken der Nordpolpost trug, am Morgen nachdem der Weihnachtsmann dagewesen war, irgendwo im Haus, manchmal brachte ihn auch der Postbote; und Briefe, die die Kinder selbst an ihn schrieben, verschwanden einfach vom Kamin, wenn gerade niemand im Zimmer war.
Mit der Zeit wurde der Haushalt des Weihnachtsmanns immer größer, und während anfangs von kaum jemand anderem die Rede ist als vom Nordpolarbären, tauchen später Schnee-Elben, Rote Wichtel, Schneemänner, Höhlenbären und auch die beiden Neffen des Polarbären auf, Paksu und Valkotukka, die eines Tages zu Besuch kamen und nie wieder weggingen. Aber der wichtigste Helfer des Weihnachtsmanns blieb doch der Polarbär - der freilich auch meist daran Schuld war, wenn durch irgendein Unheil die Weihnachtsvorräte durcheinandergerieten oder etwas davon fehlte. Hier und da hat er in den Briefen mit steifen Großbuchstaben seine Anmerkungen dazugeschrieben.
Schließlich nahm sich der Weihnachtsmann auch einen Sekretär, ein Elbchen namens Ilbereth, und in den späteren Briefen spielen Elbchen dann eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, das Haus und die Vorratskeller gegen Angriffe der Kobolde zu verteidigen.
In diesem Buch können von der zittrigen Handschrift des Weihnachtsmanns nur wenige Proben gezeigt werden, aber die Bilder, die er geschickt hat, sind fast alle wiedergegeben, und auch das Kobold-Alphabet ist enthalten, das sich der Polarbär, als er sich einmal in die Höhlen der Kobolde verirrte, aus ihren Wandzeichnungen dort zusammengereimt hat; sowie der Brief, den er dann in diesem Alphabet schrieb und den Kindern schickte.



Eine Empfehlung, keine Frage.

Gelesen: Der Tod auf dem Nil

Der Tod auf dem Nil
Scherz Verlag
Einmalige Ausgabe 1998
Einzig berechtigte Übertragung aus dem Englischen von Susanne Lepsius
Titel des Originals "Death on the Nile"
Copyright 1937 by Agatha Christie Mallowan

Warum dieses Buch? Ich beherberge noch eine reichliche Anzahl von Büchern meiner Tochter und habe einfach mal reingegriffen.

Klappentext:
"Linna Ridgeway ist jung, schön und reich. Die Hochzeitsreise führt sie und ihren Gatten nach Kairo. Aber die exotische Dampferfahrt auf dem Nil wird zu einem Alptraum, denn der Tod ist mit an Bord. Ein heikler Fall für Hercule Poirot!"

Die Geschichte wird um jede einzelne Person mit großer Sorgfalt aufgebaut, so dass man schnell einen Eindruck von ihnen bekommt, bevor sie schicksalhaft in Kairo und auf dem Ausflugsschiff zusammentreffen.

Es kommt zu einigen Todesfällen, die Hercule Poirot mit (wer ihn kennt) bekannter Akribie auflöst.

Früher habe ich Agatha Christie ganz gern gelesen, sogar in Fremdsprachen, aber jetzt zog sich für mich der Kriminalroman unglaublich in die Länge. Ich hätte ihn abgebrochen, wäre es nicht eine Geschichte von der berühmten Schriftstellerin gewesen. Obwohl ich gelegentlich gerne Bücher lese, die vor Jahrzehnten verfasst wurden, war dieses dann doch für mich unerträglich langweilig und behäbig.

Von mir keine weitere Inhaltsangabe, keine Textstellen, ich bin froh, nach vielen Wochen dieses Büchlein endlich durch zu haben.


Wie es der Zufall will, wird genau dieser Krimi gerade neu verfilmt. Ich hoffe, dass man es schafft, ihn einigermaßen spannend zu machen.

Hey, das habe ich nicht bestellt!

Womit habe ich das nun wieder verdient...?

Gestern früh ging es mir schlecht, dann im Laufe des Tages besser, heute früh ziemlich gut - und dann ab Mittag keine Luft mehr und Fieber.

Schüttelfrost ist nicht wirklich angenehm, und ein unterirdischer Blutsauerstoffwert auch nicht.

Ich bin es so leid...

... und mach denn mal weiter mit Buchbesprechungen.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Das braucht kein Mensch

Heute bin ich wieder in der Arztpraxis auf den Kopf gestellt worden, großes Programm... 

Lungenfunktion ist wieder etwas besser, Sauerstoffsättigung immer noch zu niedrig.

Mein Befinden ist nach einigen Tagen der Besserung seit gestern Abend/heute früh schon wieder etwas schlechter. Nicht so schlecht wie vor einer Woche. Aber eine Runde durch meinen Haushalt nimmt mir die Luft. Das ist für mich nicht normal.
 
Obwohl ich keinerlei Infektzeichen habe, scheint meinem Doc inzwischen ein Keim, den wir vielleicht neulich mit der Antibiose nicht vollkommen erwischt haben, wahrscheinlich. Laborauswertung wird morgen am Telefon besprochen, vorsorglich habe ich das Antibiotikum schon hier liegen, sozusagen auf Abruf.

 
Gerne wollte er mir Avalox verordnen. Habe ihm nochmal erklärt, wie ich seinerzeit bei der zweiten Behandlung mit Avalox reagiert habe - nun ist es in meiner PC-Akte auch verankert und er wird es mir nicht mehr anbieten.

 
Nochmals eine Woche stillgelegt, Wiedervorstellung in einer Woche.


Vor allem muss ich erstmal wieder genug Luft bekommen, um irgendwann meinen Arbeitsweg wieder zu schaffen...

Montag, 11. Dezember 2017

Schnee

Achja, Schneebilder, alle Jahre wieder...

Es ist nicht ganz der erste Schnee, letzte Woche lag schon mal ein paar Stunden welcher, aber heute früh sieht es genau so aus, wie es sich für einen anständigen Schnee gehört:



Bei der Gelegenheit... mein Weihnachtsbaum ist gestern auf meiner Terrasse eingezogen, wo er nun auf den 24.12. wartet:

Sonntag, 10. Dezember 2017

Heute gab es Salat

... mit Honig-Senf-Dressing.

Emotionaler Missbrauch

Ein interessanter Artikel. Selbst erlebt, gemeint ist nicht unbedingt irgendein Ex-Partner, es geht nämlich auch noch viel perfider... Hier gespeichert zum späteren Auffinden für mich.