Samstag, 25. März 2017

Gelesen: Ein Vampir im Handgepäck

Ein Vampir im Handgepäck (Roman)
aus dem Amerikanischen " Runaway Vampire"
von Lynsay Sands
Lyx Taschenbuch, Bastei Lübbe
ISBN 978-3-7363-0233-4

Warum dieses Buch? Sehr, sehr simpel... auf der Suche nach einem Bilderbuch sprang mich dieses Buch vom Nebentisch dank seiner sommerlichen Umschlaggestaltung an.

Klappentext:
"Der Vampir Dante Notte hat bereits davon gehört, dass Liebe wehtun kann - er hat jedoch nicht damit gerechnet, dass sie ihn frontal mit einem Wohnmobil trifft! Und was sind schon gebrochene Rippen und eine verletzte Lunge verglichen mit der Erkenntnis, dass Mary Winslow, die Fahrerin, seine Seelengefährtin ist. Doch was eigentlich ein Glücksfall sein sollte, bedeutet für Mary Gefahr: Denn die Männer, die bereits Dantes Zwillingsbruder gefangen nahmen, sind nun auch hinter ihr her. Nur Dante kann sie jetzt noch beschützen und damit Mary überzeugen, dass sie für immer zusammengehören"

In Erinnerung an ihren verstorbenen Mann Joe fährt Mary mit dem Wohnmobil zum letzten Mal ihre alte Route von Kanada zu ihrem Urlaubsdomizil in Texas. Einzige Begleitung ist Bailey, ihr Schäferhund. Es ist schon dunkel, Mary ist müde von der langweiligen Fahrerei auf der Landstraße, da scheint sie etwas zu überfahren, sie humpelt zwei Mal mit dem Wohnmobil über irgendwas drüber, hatte aber kein Hindernis, auch kein Tier, gesehen. Obwohl es ihr ein wenig unheimlich scheint, steigt sie aus, um die Ursache zu finden, aber auch die Taschenlampe hilft dabei nicht. Sie steigen wieder ins Wohnmobil, in dem sich zahlreicher Inhalt einiger Schränke durch die plötzliche Bremsung verteilt hat. Während sie Ordnung schaffen möchte, findet sie auf dem Boden zwischen Schlafbereich und Bad eine unbekannte männliche Person, offenbar schwer verletzt und blutend.

Sie fährt den nächsten Rastplatz an und holt Hilfe, darunter ein Arztehepaar und einige Trucker. Nacheinander steigen sie ins Wohnmobil und verlassen es einige Zeit später wieder mit seligem Gesichtsausdruck und verkünden, es sei alles in bester Ordnung.

So lernt sie Dante Notte kennen, seines Zeichens Vampir mit italienischen Wurzeln.

"Sie wollen doch nicht allen Ernstes behaupten, dass er den Verstand anderer Leute kontrollieren kann, wie?" fragte sie und lachte dabei nervös.
"Ihren kann er jedenfalls nicht kontrollieren, sonst würden wir jetzt nicht diese Unterhaltung führen," konterte er bissig.
"Wie bitte?" krächzte sie.
Ein Seufzer war am anderen Ende der Leitung zu hören.
"Er hätte nicht über seine speziellen Fähigkeiten reden dürfen. Das unterliegt alles strengster Geheimhaltung und geht die Öffentlichkeit nichts an. Wo ist er? In Ihrer Nähe kann er jedenfalls nicht sein, sonst hätte er Sie niemals diesen Anruf tätigen lassen."

Würde ich jetzt mehr erzählen, hättet Ihr beim Selberlesen der Geschichte nicht mehr halb so viel Spaß! Es gibt wilde Verfolgungsfahrten, noch einen Unfall, eine mysteriöse Veränderung, Sex.

Ein heiterer, auch spannender, einfach kurzweiliger Roman. Andere Menschen lesen Romanheftchen, ich denke, ich werde (mehr) Vampirromane lesen, wenn ich einfach nur entspannen möchte. Dieses war, was ich vorher nicht wusste, vor dem Kauf nicht beachtet hatte, Band 23 einer ganzen Serie. Für Nachschub ist also gesorgt.

Freitag, 24. März 2017

Es frühlingt so vor sich hin

Heute früh war es noch frostig, aber bei stahlendblauem Himmel wurde es gegen Mittag ein richtig schöner Frühlingstag.


Außer meiner üblichen Terrassenbegehung (um weitere frisch erblühte Blümchen zu begrüßen)...



(Sieht hier jemand die dicke Hummel? Vergrößern! Sie ist voller Blütenstaub.)


 ... samt des Traktierens meiner DigiCam natürlich, habe ich noch ein paar Samenkörnchen verteilt... ich netzwerke so vor mich hin, da gehören nun natürlich auch Gartenfreunde dazu. So hoffe ich, dass hier...


... irgendwann dann Wunderblumen blühen mögen. (Denn alle kahlen Stellen kann ich nicht sofort und auf der Stelle zupflanzen, da kommen bunte Sommerblumen gerade recht.)

Krämpfe

Seitdem ich Medikamente inhalieren muss, also nun etwa sechseinhalb Jahren, erlebe ich immer wieder Zeiten mit häufig wiederkehrenden Fußkrämpfen. Genauer: Der Spann krampft schmerzhaft, in seltenen Fällen kommen Wadenkrämpfe hinzu. Immer nachts. Dann springe ich wie angestochen aus dem Bett, stütze mich irgendwo ab und presse die Fußsohle auf den Boden. Dann löst sich der Krampf, droht aber, gleich wieder zu kommen. Also muss ich noch ein wenig herumlaufen... Lege mich wieder hin, und wenn ich Glück habe, kann ich den Rest der Nacht ruhig schlafen.

Oft aber wiederholt sich das Ganze im Zehnminutentakt. Heißt, ich schlafe zehn Minuten, da weckt mich der nächste Krampf, ich springe aus dem Bett... usw. usw. In schlechten Zeiten habe ich insgesamt vielleicht drei Stunden geschlafen, bevor ich aufstehen und den Tag beginnen muss.

Ursache ist vermutlich das in den Medikamenten enthaltene Formoterol. Das ich brauche.

Manchmal habe ich monatelang Pause, und ich vergesse das Ganze. Bis es wieder losgeht.

Hilfreich sind drei Dinge:

1. Magnesium, und das reichlich. Die Tütchen Magnesium Verla sind eine Lachnummer und bewirken überhaupt nichts.

2. Warme Füße, also möglichst mit Socken ins Bett gehen und eine zusätzliche Decke über die Füße legen.

3. Immer die selben Schuhe tragen!!!

Das mit den Schuhen funktioniert natürlich nicht. Im Winterhalbjahr haben alle Stiefeletten ungefähr die selbe Absatzhöhe und einen identischen Schnitt, meine Einlagen passen auch rein. Und Ruhe herrscht.

Nun habe ich pünktlich Anfang März mich von den Winterschuhen für diese Saison verabschiedet und die ersten flachen Schuhe angezogen. Meine Frühjahrs-Sommer-Herbstschuhe sind etwas unterschiedlich, manche ganz flach, manche mit wenig Absatz, meistens aber Ballerinas...

Seit ein paar Wochen habe ich häufig einen Anflug von Krämpfen, die ich manchmal noch im Halbschlaf gelöst bekomme... aber... letzte Nacht...!!! Puh.

Seit einigen Wochen löse ich ein Magnesiumpulver in einer Wasser-Saft-Mischung auf und trinke es über den Tag verteilt. Eigentlich deshalb, weil es empfohlen wird, wenn man Vitamin D (und K...) substituiert... aber Mittwoch - ich bin seit Montag wieder am Arbeitsplatz - war mir nicht gut, ich hatte böse Bauchschmerzen und letztlich mindestens am Abend auch Fieber, so dass ich Donnerstag praktisch nichts essen mochte. Und mir auch kein Magnesiumgetränk gemixt habe. Was sich offenbar böse gerächt hat.

Und die große Flasche mit dem Getränk, die hier vor mir steht, bekomme ich unmöglich bis zur Schlafenszeit ausgetrunken... Juchhu, das Leben ist schön. Oder so ähnlich

Mal wieder verlaufen

Geht es noch einer so wie mir? "Wenn es die Möglichkeit gibt, dass ich mich verlaufe, verirre, dann mache ich das auch." Das scheint das Motto meines Lebens zu sein.

Gestern. Krankenhausbesuch. Ich kenne die Örtlichkeiten von vor drei Jahren. Der Bus hält dort, kleiner Nebeneingang, gleich das erste Haus. Kein Problem.

Rückweg. Dunkel. Gehe ich nun links oder rechts? Geradeaus ist Grünfläche. Gehe schräg links und komme irgendwo an. Aber wo? Kleine Straße. Dort fährt kein Bus.

Dem einzigen Wegweiser gefolgt - sicher ist sicher - Richtung S-Bahn. Viertelstunde mutterseelenallein übers dunkle Krankenhausgelände bis zur Bahn. Hm. Ich nun wieder

(Ich werde wohl einige Tage Zeit haben, das zu perfektionieren, das nächste Mal hoffentlich bei Tageslicht.)

Stadt: Hambug
Krankenhaus: Eilbek
S-Bahnhof: Friedrichsberg
Patient: Mutter

P.S. In solchen Situationen vergesse ich natürlich immer, dass ich ein "schlaues" Handy mit google maps habe, das mich finden und leiten kann... das Teil liegt dann warm und sicher in meiner Handtasche. Ich eben.

Sonntag, 19. März 2017

Neuzugänge auf der Terrasse

Am Donnerstag war Frühlingswetter und beim Discounter gab es Hortensien und Rhododendren. Ich schnappte mir also meinen Hackenroller und besorgte jeweils eine Pflanze, die ich am selben Nachmittag noch aussetzte, denn für Freitag und dieses Wochenende war ja wieder schlechteres Wetter vorhergesagt...



Mein obligatorischer Fotorundgang ergab...


... dass die weißen Krokusse ab sofort blühen...


... und die Zwergnarzissen aufgewacht sind, viel früher als die normalen, von denen außer Blattwerk noch nichts zu sehen ist.

Da meine Forsythie im Herbst arg zrück geschnitten wurde und nur ganz spärlich blühen wird, wurde sie jetzt zum Osterbaum.

Freitag, 17. März 2017

Gelesen: Leise stirbst du nie

Leise stirbst du nie (Thriller)
von Daniel Annechino
aus dem Amerikanischen "They Never Die Quietly"
Ullstein Taschenbuch
ISBN 978-3-548-28262-6

Warum dieses Buch? Preisreduziertes Mängelexemplar, folglich vom Remittendentisch.

An Stelle des Klappentextes:

Buchrückseite

DU HAST GESÜNDIGT.
Dafür wirst du sterben.

ICH WEINE NICHT LÄNGER.
SO ALSO WERDE ICH STERBEN.
Er wird den kalten Stahl benutzen.

ICH SCHLIESSE MEINE AUGEN
UND BEGINNE ZU BETEN...

Aus dem Text vom Vorsatzblatt

"San Diego, Kalifornien. Detective Samantha (Sami) Rizzo und ihr Partner Alberto Diaz von der Mordkommission stehen vor einem schwierigen Fall. Immer wieder tauchen allein gelassene Kinder in Einkaufszentren auf, immer wieder finden sie tote Frauen in kleinen Kirchen auf dem Land. Was steckt dahinter? Fieberhaft fahnden die beiden Detectives nach einem unheimlichen, mysteriösen Killer, der es offenbar auf Mütter mit kleinen Kindern abgesehen hat.
. . ."

Schon der Prolog wirkt auf mich wie ein Donnerknall, dann ein Sog. Selten hat es ein Buch geschafft, mich innerhalb von einer Minute in seine Geschichte hinein zu ziehen, mich das Grauen zu lehren und mich gleichzeitig zu faszinieren. Genau in dem Moment, in dem ich denke, ich halte es nicht mehr aus, beginnt das erste Kapitel mit einem Szenenwechsel. Ich atme auf, nur einen Moment, da bahnt sich bereits Schreckliches an.

Simon genoss diesen Teil der Jagd. Er war wachsam, lauerte einer weiteren Seele auf, die geläutert werden müsste. Wie eine hungrige Straßenkatze einen verletzten Vogel verfolgt, so musste er auf den richtigen Moment warten, bevor er losschlug.

Sami und Al leiten das Ermittlungsteam, nur allmählich kristallisieren sich einige wenige Einzelheiten zur Person und Persönlichkeit des Täters heraus, auch mit Hilfe der Kinder, die ihre Mütter nie wieder sehen würden. Übereinstimmend sprechen sie von einem sehr großen und freundlichen Mann mit dunklen Haaren und blauen Augen.

Bei der ehrenamtlichen Ausgabe von Essen an Obdachlose lernt Sami jemanden kennen, der sie auf ihre Rückenschmerzen anspricht, er sei Physiotherapeut und könne ihr helfen. Sami, seit Jahren geschieden und alleinerziehende Mutter von Angelina, zwei Jahre alt, fühlt sich zu ihm hingezogen... verabredet sich mit ihm zum Essen, sagt wieder ab, aber er bleibt hartnäckig.

Die familiären Probleme von Sami werden nebenher geschildert, ihr geschiedener Mann wird ermordet - und der Vorgesetzte der Detectives übt Druck aus auf die Ermittler, das Team wird vergrößert, doch Ratlosigkeit greift um sich.

Inzwischen ist Sami sich sicher, dass ihr "Verehrer" der gesuchte Serienkiller ist; sie sieht keine andere Möglichkeit, als sich mit ihm zu verabreden - ohne Al oder ihr Team zu informieren.

Obwohl Simon seine wahren Gefühle sehr gut verbergen konnte, machte ihn lockeres Geplauder mit einer Auserwählten krank. Bis er sie in seinem Erlösungsraum eingesperrt hatte, musste er so tun, als ob das Ganze ein Date sei und die Rolle des charmanten Verehrers spielen. Wenn sie nur wüsste, was er mit ihr vorhatte. Detective Sami Rizzo würde sicher nicht einfach zu überwältigen sein. Mit den anderen war es ein Kinderspiel gewesen.

Hier beginnt eine andere Art von Spannung, das absolute Grauen verlässt mich beim Lesen. Stattdessen beginnt einerseits die fieberhafte Suche von Al, nachdem Samis Mutter die kleine Angelina vermisst gemeldet hat, sein Rückfall in die Nikotin- und Alkoholsucht - allerdings offenbar einmalig - andererseits folgt man Samis Gefühlen und Plänen, wie sie Simon entkommen könnte.

Da in den meisten Büchern am Ende der und das Gute siegt, bange ich hier nicht wegen der Sorge um Sami sondern wegen der Art und Weise, wie sie entkommt und was Al damit zu tun hat.


Absolute Leseempfehlung für Leute mit starken Nerven.

St. Patrick's

Happy St. Patrick's Day

(Irgendwie vermisse ich die Besuche in Dublin schon...)

Passend zum Tag und zum Land... Real Irish Ghost Stories, ist mir gerade wieder in die Hände gefallen, ebenso ein anderes Buch, aber das ist noch ungelesen...